LVR-Amt für Denkmalpflege
im Rheinland
Logo Landschaftsverband Rheinland - zur Startseite
Blick in die Kuppel des Oktogons des Weltkulturerbes Aachener Dom

Denkmalpflege im Rheinland

Informationen für Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer

Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege

Zahlreiche historische Bauwerke im Rheinland verdanken ihr Überleben dem Einsatz privater Denkmalfreunde. Um dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern und öffentlich zu würdigen, stiftet das Land NRW den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege. Der Preis ist mit 7.000,- Euro dotiert und wird im Wechsel mit Westfalen-Lippe alle zwei Jahre im Rheinland ausgelobt, so auch 2014.

Der Jury gehören neben einem Vertreter des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW die Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke sowie Vertreter der privaten Denkmaleigentümer, der Kirchen, der Unteren Denkmalbehörden, des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, von Hochschulen sowie Kultur-Journalisten an.


Findungsphase

Vor der Endauswahl zum Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege ist jetzt eine engere Auswahl getroffen: Sieben der 35 Bewerber um den mit 7.000 Euro dotierten Preis stehen noch im Wettbewerb. Es handelt sich um Objekte in Duisburg, Erftstadt, Frechen, Ratingen, Remscheid und Wuppertal.

Die Jury, zu der auch Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland gehört, hat folgende Objekte in die engere Wahl genommen:

  • zwei gründerzeitliche, in neobarocken Formen errichtete bürgerliche Wohnhäuser in Duisburg, die in der Art einer Doppelvilla einseitig aneinander angebaut sind und seit ihrer Sanierung als Zahnarztpraxis bzw. Architekturbüro genutzt werden;
  • ein Wohnhaus in Erftstadt-Lechenich, das das letzte bauliche Zeugnis einer Franziskanerklosterkirche aus dem 17. Jahrhundert ist und Reste der Sakristei und des Chores enthält;
  • Gut Rosendal in Ratingen, ein der Inschrifttafel zufolge 1629 errichtetes Fachwerkhaus, mit einer Jakobsmuschel versehen, die auf eine ehemalige Pilgerherberge hinweisen könnte;
  • der Alte Bahnhof Frechen, ein 1911-12 errichtetes Bahnhofsgebäude, dessen neue Besitzer es nach 15-jährigem Leerstand zur Gaststätte umgebaut haben;
  • die zu Wohnzwecken umgenutzte ehemalige Zangenfabrik Hallenscheid auf der Stadtgrenze zwischen Remscheid und Wuppertal;
  • die 1902/03 errichtete Vorwerk-Villa Boltenberg in Wuppertal, die als Tagungs- und Gästehaus der Firma Vorwerk & Co. KG und zur privaten Nutzung der Eigentümerfamilie umgebaut wurde.

Der Rheinisch-Westfälische Staatspreis für Denkmalpflege wird ungeteilt an einen der Bewerberinnen und Bewerber verliehen.


Preisverleihung am 22. Februar 2015

Nachdem die ursprünglich für den vergangenen November vorgesehene Preisverleihung wegen der Haushaltssperre des Landes nicht stattfinden konnte, wird der Preis nun am Sonntag, dem 22. Februar 2015, 14 Uhr, im Kaisersaal der Abtei Brauweiler des Landschaftsverbandes Rheinland verliehen.

nach oben