LVR-Amt für Denkmalpflege
im Rheinland
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Weltkulturerbe Schloss Falkenlust in Brühl

Denkmalpflege im Rheinland

Restaurierung

Konzepte - Beratung - Begleitung

Jedes Denkmal ein Einzelfall: Individuell abgestimmte Konzepte

Aus Befunduntersuchung und Zustandserfassung der Denkmalsubstanz im Vorfeld von Restaurierungen und Instandsetzungen wird ein Katalog von Maßnahmen entwickelt, die aus denkmalpflegerischer Sicht notwendig bzw. sinnvoll sind. Dabei werden sowohl die restauratorischen und konservatorischen Vorgehensweisen wie auch die geeigneten Materialien konzeptionell berücksichtigt. Die Entwicklung einer Konzeption für die anstehende Restaurierung oder Instandsetzung findet in Zusammenarbeit mit den denkmalrechtlich zuständigen Institutionen, etwa den Unteren Denkmalbehörden, statt. Dabei werden selbstverständlich auch die Vorstellungen und Möglichkeiten des Auftraggebers bzw. der Denkmalbesitzerin oder des Denkmalbesitzers berücksichtigt. Der Rahmen, in dem sich die unterschiedlichen Möglichkeiten bewegen, wird durch das nordrhein-westfälische Denkmalschutzgesetz gesteckt.


Vor allem dem Denkmal verpflichtet

Auf Grundlage der von den Werkstätten empfohlenen Maßnahmen können Kalkulationen durch Handwerkerinnen und Handwerker oder Restauratorinnen und Restauratoren eingeholt werden. Ebenso werden Angebote und Maßnahmenkataloge von freien Restaurierungsunternehmen und Gutachten von externen Instituten fachlich bewertet und kommentiert. Bei Bedarf können Fragestellungen formuliert und Kontakte zur Durchführung weiterer Untersuchungen und Analysen hergestellt werden. Laufende Maßnahmen werden bei Bedarf von den Werkstätten des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland begleitet. Dadurch sind Hilfestellungen bei neu auftretenden Befunden und ihre rasche konzeptionelle Einarbeitung in die laufende Maßnahme möglich.


So viel wie nötig, so wenig wie möglich

So lässt sich ein wesentlicher Grundsatz der Restaurierung zusammenfassen. Dies bedeutet, dass sich die Beratung durch die Restauratorinnen und Restauratoren der Abteilung an den Eckpunkten Substanzerhalt, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit orientiert. Es wird untersucht, ob historische Substanz mit ästhetischer und funktionaler Zielsetzung erhalten werden kann, ob angebotene Maßnahmen sinnvoll, notwendig oder überflüssig sind oder ob vorgesehene Arbeitsschritte und Materialien sogar schädlich sein können.


Ein halbes Jahrhundert Restaurierungsgeschichte im Blick

Die Begutachtung und kontinuierliche Betreuung von Objekten, die im Laufe von fast fünfzig Jahren Werkstatttätigkeit bearbeitet wurden, liefern wichtige Erkenntnisse zu Alterungseigenschaften eingesetzter Materialien, zur Effektivität von Präventivmaßnahmen und zur Dauerhaftigkeit der durchgeführten Arbeiten. Durch die Vielzahl der betreuten Objekte verfügen die Restaurierungswerkstätten über eine breite Basis an Erfahrungen. Damit ist eine praxisorientierte Beratung gewährleistet.


Ein Muster ist anschaulicher als ein Bericht

Gelegentlich lässt sich mit geringem Aufwand eine aussagekräftige Musterfläche anlegen, die den Objektverantwortlichen vor Ort einen guten Eindruck vom Endergebnis einer Restaurierung geben kann. Dies kann eine kleine Freilegung, eine Reinigungsprobe, ein Retuschefeld oder ein musterhaft restauriertes Einzelstück aus einem größeren Ensemble sein. Musterflächen helfen auch, den Aufwand einer größeren Restaurierung abschätzen zu können. Auftragsrestaurierungen führen die Amtswerkstätten jedoch nicht aus.

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