LVR-Amt für Denkmalpflege
im Rheinland
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Blick in die Kuppel des Okogons des Weltkulturerbes Aachener Dom

Denkmalpflege im Rheinland

Rheinischer Tag für Denkmalpflege

"Über Hecke und Zaun hinweg... - Historische Siedlungsarchitektur"

Alle zwei Jahre feiert das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland den Rheinischen Tag für Denkmalpflege in einer rheinischen Kommune vor Ort. Anliegen ist es, einem breiten interessierten Publikum möglichst alle Aspekte denkmalpflegerischen Handelns an einem konkreten Thema vorzustellen und dabei besonders die Arbeitsweisen des Fachamtes zu erläutern und vor den Denkmälern anschaulich zu machen. Vorträge und Führungen sowie eine Podiumsdiskussion sollen Aspekte der regionalen wie der örtlichen Denkmallandschaft ins Bewusstsein rücken.

Nach Düsseldorf, Aachen, Kalkar und Düren wird der Rheinische Denkmaltag am Mittwoch, dem 7. Juni 2017, in der Stadt Duisburg gefeiert. Unter dem Motto "Über Hecke und Zaun hinweg... - Historische Siedlungsarchitektur" thematisieren wir in Kooperation mit der Stadt Duisburg und in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW den Umgang mit denkmalgeschützten Siedlungen, von denen es in Duisburg wie im Rheinland eine große Vielfalt gibt.

Während sich die Fachtagung am Vormittag im Duisburger Lehmbruck Museum vornehmlich an Architektinnen und Architekten, Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger wendet, gehen wir nach einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Nachmittag mit den Bürgerinnen und Bürgern auf Exkursion nach Duisburg-Hamborn, -Neudorf, -Hochheide und -Homberg. Schließen Sie sich uns an und erfahren Sie, was den Wert der historischen Siedlungsarchitektur in Duisburg ausmacht.


Programmübersicht

Näheres zum Programm der Fachtagung und des Bürgerfestes entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer:

Anmeldung zum 5. Rheinischen Tag für Denkmalpflege

Die Teilnahme am Denkmaltag in Duisburg ist kostenfrei.

Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.
Diese richten Sie bitte bis zum 26.05.2017 an:

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Betreff: Anmeldung Denkmaltag
Ehrenfriedstr. 19
50259 Pulheim

oder per E-Mail an:

denkmaltag@lvr.de

Sowohl die Fachtagung als auch die Exkursionen sind von der Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt für Kammermitglieder in den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung.


Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgendes Anmeldeformular:

Denkmalrätsel "Historische Siedlungen in Duisburg"

Welche Duisburger Siedlungen suchen wir? Rätseln Sie mit. Verbinden Sie die Buchstaben der korrekten Antworten zum Lösungswort:


Entstanden ist die gesuchte Siedlung hauptsächlich vor dem Ersten Weltkrieg in den Jahren 1905 bis 1918. Bauherr war die Gewerkschaft Deutscher Kaiser, die an dieser Stelle Wohnraum für die Bergleute der nahegelegenen Zeche Friedrich Thyssen erbauen ließ. Für die Erschließung wurde ein gleichmäßiges Straßenraster angelegt. Auf den rechteckigen Baufeldern entstand eine zwei- bis dreigeschossige Blockrandbebauung mit großen Innenbereichen. Nach ihrer Fertigstellung machte die Siedlung immer wieder aufgrund der kommunistischen Gesinnung ihrer Bewohner von sich reden. Ihr Name leitet sich übrigens von den dortigen Straßennamen ab.

B - Dichterviertel

T - Siedlung Schulz-Knaudt-Straße

M - Rheinpreußensiedlung


Wie viele andere Duisburger Siedlungen wurde auch die gesuchte Siedlung für Bergarbeiter errichtet. Ab 1903 entstanden in offener Reihung giebelständige Einzel- und traufständige Doppelhäuser mit ein oder zwei Geschossen. Baumalleen, Vorgärten sowie Klappläden und Zierfachwerk an den Fassaden verleihen den Straßen eine ländliche Atmosphäre. Erhalten ist heute nur noch ein Teil der Siedlung: Bis 1968 erfolgte der Abriss von rund 1.200 Wohnungen. 550 inzwischen denkmalgeschützte Häuser konnten in den 1970er Jahren durch den Widerstand der Bewohner vor dem Abriss gerettet werden.

E - Siedlung Johannenhof

A - Rheinpreußensiedlung

I - Siedlung Wehofen


Die gesuchte Siedlung liegt im Südosten von Duisburg und ist eine typische Arbeitersiedlung der 1920er Jahre. Die Häuser sind straßenbegleitend ausgeführt und weisen schlichte Fassaden auf. Errichtet wurden sie durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag. Bis vor kurzem war die Zukunft der Siedlung ungeklärt: Leerstand und schlechter Zustand führten zu Überlegungen, sie abzureißen. Dies ist nun vom Tisch: Nach einem Architekturwettbewerb sollen in naher Zukunft Sanierung und Neugestaltung erfolgen.

I - Siedlung Bissingheim

U - Straußsiedlung

N - Siedlung Wedau


Liegende Fensterformate, Flachdächer und puristische Fassaden weisen die gesuchte Siedlung als Vertreter des Neuen Bauens der Zwischenkriegszeit aus. Zu ihr gehören heute 360 Wohnungen und 81 Einfamilienhäuser, die in langen Straßenzeilen ausgeführt sind. Vor- und Rücksprünge sowie die Gestaltung einzelner Abschnitte in verschiedenen Pastellfarben sorgen für ein aufgelockertes Erscheinungsbild. Entworfen wurde die Siedlung von den Architekten Johannes Kramer und Walter Kremer. Ihr Name leitet sich ab vom Bau eines zentralen Heizwerks, das nach der Fertigstellung jede Wohnung mit Fernwärme und Warmwasser versorgte.

D - Einschornsteinsiedlung

M - Dickelsbachsiedlung

N - Bauhauskarree


Die gesuchte Siedlung fällt unter den historischen Siedlungen des Ruhrgebiets etwas aus der Reihe: Anders als üblich wurde sie nicht für Arbeiter, sondern für leitende Angestellte errichtet. Dies lässt sich an der villenartigen Architektur ihrer Häuser mit bis zu 400 m2 Wohnfläche bis heute nachvollziehen. Entstanden sind die Bauten 1903 bis 1910 nach einem Entwurf des Architekten Robert Schmohl, der viele Jahrzehnte das Baubüro der Friedrich Krupp AG leitete. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall ist in den letzten Jahren in den neun noch erhaltenen Villen wieder Leben eingezogen.

K - Margarethensiedlung

E - Kolonie Bliersheim

S - Siedlung Bergmannsplatz


Die gesuchte Siedlung entstand mit dem Bau eines Stahlwerks der Essener Blechwalzfabrik Schulz & Knaudt ab 1911 nach einem Entwurf des Architekten Hans Werner Eggeling. Insgesamt wurden fünf Wohnhöfe mit rund 500 Wohnungen errichtet. Ziel war es, den städtischen Geschosswohnungsbau und das Gartenstadtmodell miteinander zu verbinden. Wahrzeichen der an der Route Industriekultur gelegenen Siedlung ist ein alle Gebäude weit überragender Uhrenturm. Er symbolisiert die einstmals enge Verbindung zwischen Arbeiten und Wohnen.

T - Siedlung Bissingheim

S - Siedlung Ratingsee

N - Siedlung Hüttenheim


Die gesuchte Siedlung mit rund 100 Gebäuden gehört zu den mittelgroßen Siedlungen in Duisburg. Sie liegt im Westen des Stadtgebiets und wurde 1914 nach Entwürfen des Architekten Vallentin für Verwaltungsbeamte einer stadtbekannten Zeche erbaut. Städtebaulicher Mittelpunkt der Anlage ist ein zentraler Platz, um den sich die einzelnen Wohnhäuser gruppieren. Markant an der architektonischen Gestaltung der Siedlung ist ihre lebhafte Dachlandschaft mit zahlreichen Querhäusern, Zwerchhäusern und Gauben. Nachdem vor allem dank des Einsatzes einer Bürgerinitiative ihr Abriss in den 1970er Jahren verhindert werden konnte, steht die Anlage seit 1979 unter Denkmalschutz.

O - Siedlung Bergmannsplatz

K - Siedlung Johannenhof

T - Siedlung Friemersheim


Die gesuchte Siedlung wurde anstelle eines zugeschütteten Sees 1927/28 als Typenhaussiedlung errichtet. Der Entwurf stammte von Karl Pregizer, Hermann Bräuhäuser und Heinrich Bähr vom Stadtbauamt der Stadt Duisburg, die Bauausführung übernahm die Wohnungsbaugesellschaft Gebag. Zur Zielgruppe gehörten kinderreiche Familien und Finanzschwache, die unter der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg besonders zu leiden hatten. Insgesamt entstanden 215 Einfamilien-Reihenhäuser mit backsteinsichtigen Fassaden. Weitere charakteristische Gestaltungselemente sind kubische Baukörper, Flachdächer und Gärten für die Bewohner auf der Rückseite.

L - Bauhauskarree

C - Einschornsteinsiedlung

M - Siedlung Ratingsee


Die gesuchte Siedlung entstand für das Bahnhofs- und Werkstättenpersonal der Preußischen Eisenbahnen nach einem Entwurf des Architekten Caspar Maria Grod. Ihre Geschichte beginnt 1911, als ein eigens für den Bau errichteter Beamtenwohnungsverein die entsprechenden Grundstücke erwarb. Bis 1915 wurden 485 Wohnungen in 312 Häusern errichtet, nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte eine Erweiterung. Zum Bauprogramm gehörten ein zentraler Platz sowie Läden, Post, Schule und Kirchen als Infrastruktur. Das städtebauliche Konzept folgt dem Modell der Gartenstadt, die Architektur ist ländlichen Vorbildern verpflichtet.

A - Siedlung Wedau

H - Siedlung Beeckerwerth

K - SiedlungHüttenheim


Die im Norden von Duisburg gelegene Siedlung entstand als geschlossener Wohnkomplex mit 30 Gebäuden in den Jahren 1929/30. Verantwortlicher Architekt war Emil Rudolf Mewes aus Köln. Benannt ist die Siedlung nach einer berühmten Architekturschule, auch wenn direkte personelle Verbindungen fehlen. Bezüge ergeben sich allein aufgrund der angewandten architektonischen Stilmittel. So prägen hier wie dort schmucklose Fassaden, liegende Fenster und Flachdächer die Gebäude. Nach umfassender denkmalgerechter Sanierung erstrahlt die Anlage heute wieder in neuem Glanz.

E - Siedlung Neuenkamp

L - Bauhauskaree

T - Kolonie Bliersheim


Schicken Sie uns das gesuchte Lösungswort mit Ihrer Anschrift unter dem Stichwort "Denkmalrätsel" bis zum 01.06.2017 postalisch an:

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Stichwort "Denkmalrätsel"
Postfach 2140
50250 Pulheim

Oder Sie werfen es am 5. Rheinischen Tag für Denkmalpflege am Mittwoch, den 7. Juni, bis 18 Uhr im Duisburger Lehmbruck Museum in unsere Denkmalrätselbox. Es winken attraktive Gewinne, u.a. Eintrittskarten zu den beliebten classic nights sowie die LVR-Museumskarte.

Teilnahmebedingungen

Die Gewinner werden am 7. Juni gegen 18.30 Uhr bei einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Losziehung im Lehmbruck Museum in Duisburg ermittelt. Der Teilnehmer/Die Teilnehmerin erklärt sich damit einverstanden, dass sein/ihr Name im Falle der Ziehung öffentlich genannt wird. Sofern der Gewinner/die Gewinnerin nicht vor Ort ist, erhält er/sie den Gewinn auf dem Postweg.
Veranstalter des Gewinnspiels ist das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR). Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Mitarbeiter des LVR-ADR sind von der Teilnahme ausgenommen. Nach dem 1. Juni postalisch eingehende Einsendungen können leider nicht berücksichtigt werden. Pro Teilnehmer/in nimmt nur eine übermittelte Einsendung am Gewinnspiel teil. Sämtliche personenbezogene Daten des Teilnehmers/der Teilnehmerin werden weder an Dritte weitergegeben noch diesen zur Nutzung überlassen. Die Teilnahme am Denkmalrätsel ist kostenlos. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Kooperationspartner des 5. Rheinischen Tages für Denkmalpflege