LVR-Amt für Denkmalpflege
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Eingangsfassade der Abtei Brauweiler

Denkmalpflege im Rheinland

Pressemeldungen

7. Juni, Lehmbruck Museum: Rheinischer Tag für Denkmalpflege kommt nach Duisburg und nimmt die historischen Siedlungen in den Blick - Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

Pressemeldung des LVR-ADR und der Stadt Duisburg vom 23. Mai 2017

Pulheim, Duisburg.- "Über Hecke und Zaun hinweg… Historische Siedlungsarchitektur", heißt es am Rheinischen Tag für Denkmalpflege im Lehmbruck-Museum. Wer Duisburgs Siedlungen liebt, dort vielleicht sogar wohnt oder sich einfach nur dafür interessiert, sollte sich den Denkmaltag nicht entgehen lassen.

Nach einer Fachtagung am Vormittag öffnet sich die Veranstaltung für das breite Publikum: 12 Uhr Podiumsdiskussion, 14 Uhr Start der Bus-Exkursionen zu verschiedenen Siedlungen, ab 18 Uhr Ziehung der Gewinnerinnen und Gewinner des Denkmalrätsels, Führung zur Architektur des Lehmbruck-Museums und musikalischer Ausklang. All das bietet der diesjährige Denkmaltag. In Kooperation mit wechselnden Kommunen - und in diesem Jahr auch mit der Architektenkammer NRW - lädt das LVR-Amt für Denkmalpflege alle zwei Jahre zum Rheinischen Tag für Denkmalpflege ein. Nach Düsseldorf, Aachen, Kalkar und Düren ist nun Duisburg an der Reihe.

Eine Besonderheit: Die frühere Stadtkonservatorin von Duisburg, Dr. Claudia Euskirchen, leitet seit zwei Jahren die Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland mit Sitz in der Abtei Brauweiler. Amtsleiterin Dr. Andrea Pufke: "Gemeinsam freuen wir uns darüber, mit dieser Veranstaltung zu einer rheinlandweiten Würdigung von Duisburgs historischen Siedlungen beitragen zu können. Sie sind ein Schatz, auf den die Bürgerinnen und Bürger in Duisburg stolz sein dürfen."

Da die Plätze im Lehmbruck-Museum und in den Bussen begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist zu richten an das
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Betreff: Anmeldung Denkmaltag
Ehrenfriedstr. 19
50259 Pulheim

Oder per E-Mail: denkmaltag@lvr.de

Einzelheiten zum Programm und zum Denkmalrätsel finden Sie auch in diesem Internetauftritt auf der Seite "Veranstaltungen".

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Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege geht nach Bad Honnef. Bauminister Michael Groschek begrüßt Engagement

Pressemitteilung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW vom 16. Dezember 2016

Düsseldorf.- Das Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef wurde im Jahr 1967 innerhalb von nur sechs Tagen erbaut. Es gilt als typisches Beispiel für den industriellen Fachwerkbau der Nachkriegszeit. Im Laufe der Jahre traten bei dem Holzbau jedoch Fäulnis- und andere Schäden auf, die das Haus unbewohnbar machten. Die Eigentümer und gleichzeitig Bewohner haben es jetzt aufwändig saniert und durch den Austausch des Ständerwerks für die Nachwelt erhalten. Für diese Einsatzbereitschaft wird ihnen der Rheinisch-Westfälische Staatspreis für Denkmalpflege verliehen. Der mit 7.000 Euro dotierte Preis wird vom Land NRW gestiftet und vom Bauministerium sowie dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) organisiert. Ende März 2017 wird Bauminister Michael Groschek die Sieger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ehren.

"Es ist toll, dass sich Privatleute und Initiativen so vorbildlich für ihr Denkmal einsetzen. Diesen freiwilligen, zeit- und kraftaufwändigen Einsatz würdigen und fördern wir mit dem Staatspreis", sagte Minister Groschek anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger. "Die Eigentümer Andrea Köhler und Hartmut Witte ermöglichen uns durch ihre Arbeit einen Blick in die Geschichte der Bautechnik und Bauwirtschaft in unserem Land. Sie sowie die anderen Prämierten haben einen hervorragenden Beitrag zum Denkmalschutz im Rheinland geleistet."

Insgesamt 26 Bewerbungen aus dem ganzen Rheinland sind dem LVR-Amt für Denkmalpflege als beteiligtem Fachamt eingereicht worden. Jede der Bewerbungen erfüllte die Auslobungskriterien: Die Bewerberinnen und Bewerber mussten als Privatleute ein gefährdetes Baudenkmal innerhalb der vergangenen zwei Jahre instand gesetzt haben. Auch ehrenamtlich Tätige waren dabei. Über den eigentlichen Staatspreis hinaus gibt es fünf undotierte Anerkennungen:

  • Der Trägerverein "Haus der Vereine in der Alten Dreherei" in Mülheim hat das vom Abriss bedrohte Industriedenkmal gesichert, wiederhergestellt und zu einem Begegnungs- und Ausstellungsort für Vereine umgebaut.
  • Das Kolumbarium in Duisburg ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein nicht mehr benötigtes Kirchengebäude umgenutzt und dadurch eine wirtschaftliche und nachhaltige Verwendung möglich gemacht werden kann.
  • Dank des ehrenamtlichen Engagements des Mühlenvereins wird zukünftig die 1834 erbaute Lohmühle in Duisburg-Baerl im Rahmen von Schauveranstaltungen die Funktionsweise der originalen Mahltechnik vorstellen.
  • Engagierte Privateigentümer haben das 1975 durch den Architekten Horst Schmitges errichtete Wohnhaus Wolfskull 10 in Viersen grundsaniert. Dabei haben sie einen hohen Anteil der Originalsubstanz übernommen und das Gebäude denkmalgerecht an moderne Lebensumstände angepasst.
  • Das Sudhaus der Lohbusch-Brauerei in Viersen war vollkommen marode – jetzt ist im "Denkmal Sudhaus" dank der Rekonstruktion durch die Eheleute Marlies und Peter Zaum die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft Viersen untergebracht.

Hintergrund: Der Rheinisch-Westfälische Staatspreis für Denkmalpflege wird alle zwei Jahre im Wechsel im Rheinland und in Westfalen ausgelobt. Er richtet sich an Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer, die ein gefährdetes Denkmal vorbildlich instand gesetzt haben. Die Maßnahmen sollten weitgehend vollendet oder in den vergangenen zwei Jahren abgeschlossen worden sein. Eine Jury aus namhaften Fachleuten und Praktikern der Denkmalpflege wählt die Preisträger aus. Das Spektrum der Denkmäler ist breit gefächert. Es umfasst unter anderem private Wohnhäuser, Kirchen, Gutshöfe, Gaststätten, Fabrikationsstätten, Grünanlagen, technische Bauten, soziale Einrichtungen und archäologische Zeugnisse der Vergangenheit.

Am 26. März 2017 findet die Verleihung mit Minister Groschek, der Landtagspräsidentin Carina Gödecke und der Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland Ulrike Lubek in der ehemaligen Abtei Brauweiler statt.

Bilder der Preisträger finden Sie hier.

Infos zu Haus Mayer-Kuckuk: http://www.mayer-kuckuk.de , Kontakt: hartmutwitte@gmx.com.

Pressekontakt: Leonie.Molls@mbwsv.nrw.de, Tel 0211/3843-1042

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Cornelia Kirschbaum erhielt Paul-Clemen-Preis des LVR: Kunsthistorikerin erforschte Wohnbauten des Bonner Hofadels

Pressemeldung vom 6. Dezember 2016

Bonn. - Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat gestern im LVR-LandesMuseum Bonn den Paul-Clemen-Preis an Dr. Cornelia Kirschbaum aus Bonn verliehen. Die Kunsthistorikerin erhielt den renommierten und mit 10 000 Euro dotierten Preis für ihre Dissertation über „Wohnbauten des Hofadels in der kurkölnischen Residenzstadt Bonn im 17. und 18. Jahrhundert“. In ihrer Laudatio zitierte Anne Henk-Hollstein, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Prof. Dr. Roland Kanz als Vorsitzenden der Auswahljury: Es sei "[…] ein Grundlagenwerk entstanden, das mit größter Akribie durch tiefschürfende Archivrecherche und umsichtige Bildquellenanalyse eine neue, dichte Vorstellung von Bonn als Residenzstadt bietet. Vergleiche mit Köln, Mainz, Trier und München bilanzieren das Bonner Baugeschehen im 18. Jahrhundert in souveräner Weise. Für die Analyse vergleichbarer Strukturen und Fragestellungen in anderen Residenzstädten hat Frau Kirschbaum eine glänzende Voraussetzung geschaffen."

Der LVR verleiht den Preis in der Regel einmal im Jahr für eine herausragende kunsthistorische Dissertation zu einem rheinischen Thema. Damit hält der unter anderem für die Denkmalpflege im Rheinland zuständige Kommunalverband die Erinnerung an Paul Clemen wach, den ersten Provinzialkonservator der Rheinprovinz. Der Kunsthistoriker und Bonner Universitätsprofessor gilt als Begründer der Denkmalpflege im Rheinland.

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Paul-Clemen-Preis goes America: Harward-Absolvent Joshua O’Driscoll promovierte über Buchmalerei im ottonischen Köln

Pressemeldung vom 22. April 2016

Köln, Pulheim. – Der Harward-Absolvent Dr. Joshua O’Driscoll erhält den renommierten Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) für seine herausragende Dissertation zur rheinischen Kunstgeschichte. Die Verleihung durch den Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, fand am 21. April im Kaisersaal der Abtei Brauweiler statt.

Die Dissertation mit dem Titel „Image and Inscription in the Painterly Manuscripts from Ottonian Cologne“ hat O’Driscoll zu großen Teilen in Köln verfasst, seiner Wahlheimat in Europa. Der über Fachkreise hinaus bekannte Hitda-Codex und andere Beispiele Ottonischer Buchmalerei aus Köln hatten den aus Florida stammenden Kunsthistoriker so fasziniert, dass er sie zum Gegenstand seiner Forschungsarbeit an der Elite-Uni im US-Amerikanischen Cambridge im Bundesstaat Massachusetts machte. Was waren das für prachtvolle Schriften, die schon vor Jahrhunderten in verschiedene europäische Länder verstreut worden sind? Wer waren die Künstler? Wie standen Texte und Bilder zueinander? Welche Bedeutung hatten sie?

Seine Forschungsergebnisse haben dem Altphilologen und Kunsthistoriker, der übrigens auch über einen Studienabschluss in Biologie verfügt, bereits diverse Auszeichnungen beschert. Auch während des Studiums fand er die Unterstützung verschiedener Organisationen: Ein dreijähriges Reisestipendium der National Gallery in Washington war darunter und selbst der Deutsche Akademische Austauschdienst förderte O´Driscoll. Aber es gab auch Hindernisse: Eine der von ihm bearbeiteten Handschriften, das Evangeliar aus St. Gereon, war mit dem Historischen Archiv der Stadt Köln eingestürzt. Glücklicherweise konnte es gerettet werden.

Dr. O’Driscoll ist der erste Außereuropäer, der den Paul-Clemen-Preis erhält. Sein Doktorvater in Harward, Prof. Dr. Jeffrey Hamburger, hatte ihn der Jury empfohlen. Ihr gehören Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker der rheinischen Universitäten sowie die Landeskonservatorin Rheinland an. Seit Abschluss seiner Promotion ist O‘Driscoll Kurator in der Abteilung für mittelalterliche Handschriften in „The Morgan Library und Museum“ in New York. Ein Traumjob für den Mediävisten, der aber weiterträumt: An einer Universität möchte er forschen, schreiben und lehren.

Der Paul-Clemen-Preis des LVR erinnert an Paul Clemen (1866-1947), den Bonner Universitätsprofessor und ersten Provinzialkonservator der früheren Rheinprovinz. Er wird seit 1936 in der Regel einmal im Jahr für eine herausragende Dissertation zur Rheinischen Kunstgeschichte verliehen und ist mit 10 000 Euro dotiert.

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Die historische Altstadt von Bad Münstereifel - Kurort und Outlet-Center

26. November, 18 Uhr, Äbtesaal der Abtei Brauweiler:
Nächster Vortrag in der Reihe „Denkmalpflege im Blick“


Pressemeldung vom 20. November 2015

Pulheim-Brauweiler. - Bad Münstereifel hat sich über die Jahrhunderte seine romantische Anmutung bewahrt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts öffnete es sich das malerische Städtchen im Kreis Euskirchen für Fremdenverkehr und Kurbetrieb. Dies bedeutete eine zusätzliche bescheidene Einkommensquelle. In den letzten Jahren zeichnete sich allerdings ab, dass viele Geschäfte wirtschaftlich nicht mehr tragfähig waren, die Leerstände nahmen zu. Die Entscheidung der Stadtverwaltung, dort das erste Outlet-Center inmitten einer historischen Altstadt einzurichten, war heftig umstritten. Eröffnet wurde es im August 2014. Der Lichtbilder-Vortrag stellt die Auswirkungen auf die Stadt und die von Veränderungen betroffenen Denkmäler vor.

Dr. Monika Herzog, Wissenschaftliche Referentin im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, ist u.a. zuständig für die Bau- und Kunstdenkmalpflege in Bad Münstereifel.

2016 wird die Vortragsreihe „Denkmalpflege im Blick“ im Äbtesaal der Abtei Brauweiler, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim, fortgeführt. Die nächsten Termine sind:

21. Januar, 31. März, 19. Mai, 28. Juli, 29. September und 24. November
(jeweils donnerstags um 18 Uhr).

Der Eintritt ist kostenlos.

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Von Postmoderne, Siedlungsgrün und Myriametersteinen: 310 Seiten der Denkmalpflege

Das Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege
erscheint am 6. Oktober zum 45. Mal


Pressemeldung vom 30. September 2015

Pulheim. - Auf 310 Seiten präsentiert sich das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland in seinem neuen „Jahrbuch der Rheinischen Denkmalplfege“. Band 45 der traditionsreichen Publikationsreihe bietet ein breites Spektrum an Themen, die das Fachamt für Denkmalpflege im vergangenen Jahr beschäftigt haben.

Myriametersteine spielen darin eine Rolle, die als Zeugnisse eines historischen Vermessungssystems ein Kuriosum in der rheinischen Denkmallandschaft darstellen. Was macht die Postmoderne zu einer denkmalwerten Epoche? Und welche Bedeutung kann Siedlungsgrün für die Denkmalpflege haben? Fragen wie diese beleuchtet die neue Publikation, die außerdem u.a. verrät, was das Mauerwerk des Frauenklosters in Bürvenich über das Leben der Nonnen im Mittelalter aussagt.

Das Cover der reich bebilderten Publikation zeigt ein Mosaik aus der Kölner Kirche St. Gereon. Es konnte aus wenigen original erhaltenen Resten rekonstruiert werden: eine restauratorische Glanzleistung.

Das Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege, Band 45, ist eine Publikation des Landschaftsverbandes Rheinland /
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland.
Herausgeberin ist Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke.
ISBN-10: 3-88462-360-5 | ISBN-13: 978-3-88462-360-2
€ 45.00

Das Pressegespräch zur Buchvorstellung findet am 6. Oktober 2015 um 11 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Stadtkirche Monschau statt. Die Einladung finden Sie auf unserer Presseseite.
Sperrfrist für die Berichterstattung: 6. Oktober.

Weitere Informationen zum 45. Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege


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Von Denkmälern lernen. LVR-Amt für Denkmalpflege zeigt Ausstellung über vorbildliche Konzepte zur energetischen Ertüchtigung von Altbauten

Pressemeldung vom 4. Februar 2015

Pulheim. - Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland zeigt bis zum 20. März im Winterrefektorium der Abtei Brauweiler eine Ausstellung, die nicht nur für Eigentümerinnen und Eigentümer von Denkmälern von Interesse sein dürfte. Unter dem Titel "Maßgeschneidert - energetische Ertüchtigung von Baudenkmalen" ist zu sehen, wie Altbauten mit individuellen Konzepten klimatisch verbessert werden können, ohne ihren spezifischen Charakter zu beeinträchtigen. Dabei wird aus jedem Bundesland jeweils eine vorbildliche Sanierung vorgestellt.

Ein historisches Fachwerkhaus aus Leichlingen vertritt das Rheinland. Durch seine kleinformatigen Fenster konnte die Einfachverglasung belassen werden, sie spielte in der Energiebilanz des Hauses eine untergeordnete Rolle. Eine Innendämmung mit Holzfaserplatten und eine in den Lehmputz eingebrachte Wandheizung verhalfen neben anderen auf das Gebäude zugeschnittenen Maßnahmen zu einer zeitgemäßen Energiebilanz.

"Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass historische Bauten Energieschleudern sind", so Dr. Andrea Pufke, Landeskonservatorin im Rheinland. Häufig sei sogar das Gegenteil richtig: "Die Energiebilanz eines Gebäudes sollte auf dessen gesamte Lebensdauer gerechnet werden. Allein durch ihr Alter sparen alte Gebäude gegenüber Neubauten viel Energie ein."

Bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein standen beim Bau fast ausschließlich ökologisch einwandfreie Baustoffe zur Verfügung: Holz, Stroh, Lehm, Sand und Naturstein sind bis heute mit relativ wenig Energie zu gewinnen und können meist ohne lange Transportwege regional bezogen werden. Auch dies trägt zur positiven energetischen Gesamtbilanz von Altbauten bei. Die Frage nach der späteren Entsorgung von problematischen Baustoffen wie Polystyrol (Styropor) stellt sich bei diesen Gebäuden nicht.

Da Baudenkmäler nicht nur optisch, sondern auch substanziell erhalten bleiben sollen, ist jede Sanierung möglichst schonend vorzunehmen. Eine Außendämmung der Fassade ist in der Regel keine Option. Was zwischen Bayern und Schleswig-Holstein, zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachsen für gelungene Alternativen gefunden wurden, zeigt die Ausstellung.

Es handelt sich um eine Wanderausstellung, die von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland konzipiert wurde. Dazu ist eine Broschüre erschienen, die im Abteishop erhältlich ist. Schutzgebühr: 1,50 Euro.

Die Ausstellung ist bis zum 20. März täglich von 9 - 19 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos.

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Freigelegt bis auf die Haut. LVR-Restaurator berichtet über die Restaurierung eines monumentalen Kruzifixes aus Dinslaken

Pressemeldung vom 28. Januar 2015

Pulheim. - Farbe hält nicht ewig, und das ästhetische Empfinden unterliegt Moden. So wundert es nicht, dass die meisten mittelalterlichen Skulpturen im Laufe der Jahrhunderte viele Male übermalt wurden. Nur in Ausnahmefällen entfernen heutige Restauratoren die jüngeren Farbschichten, um das Original ans Licht zu bringen. Genau das ist aber bei einem monumentalen Kruzifix aus der Vincentiuskirche in Dinslaken geschehen. Welche Erkenntnisse konnten hierdurch gewonnen werden?

Dipl.-Restaurator Marc Peez vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland lässt die Zuhörer in einem Lichtbildvortrag teilhaben an der Restaurierung dieses bedeutenden Kunstwerks aus dem 14. Jahrhundert.

Der Vortrag findet am Donnerstag, dem 29. Januar 2015 um 18 Uhr im Äbtesaal der Abtei Brauweiler statt. Es ist der erste Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick", die 2014 begann und in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Weitere Vorträge von Denkmalpflegerinnen und Denkmalpflegern des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland: 26. März, 28. Mai, 30. Juli, 24. September und 26. November 2015 (jeweils donnerstags um 18 Uhr).

Der Eintritt ist kostenlos.

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Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege vor der Endauswahl: Objekte in Duisburg, Erftstadt, Frechen, Ratingen, Remscheid und Wuppertal gehen in die zweite Runde

Pressemitteilung vom 14. Januar 2015

Rheinland. - Im Februar verleiht das Land Nordrhein-Westfalen den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege. Jetzt ist eine engere Auswahl getroffen: Sieben der 35 Bewerber um den mit 7.000 Euro dotierten Preis stehen noch im Wettbewerb. Es handelt sich um Objekte in Duisburg, Erftstadt, Frechen, Ratingen, Remscheid und Wuppertal.

Die Jury, zu der auch Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland gehört, hat folgende Objekte in die engere Wahl genommen:

  • zwei gründerzeitliche, in neobarocken Formen errichtete bürgerliche Wohnhäuser in Duisburg, die in der Art einer Doppelvilla einseitig aneinander angebaut sind und seit ihrer Sanierung als Zahnarztpraxis bzw. Architekturbüro genutzt werden (Hedwigstraße 1, Mülheimer Str. 43, 47058 Duisburg);
  • ein Wohnhaus in Erftstadt-Lechenich, das das letzte bauliche Zeugnis einer Franziskanerklosterkirche aus dem 17. Jahrhundert ist und Reste der Sakristei und des Chores enthält (Klosterstraße 20, 50374 Erftstadt);
  • Gut Rosendal in Ratingen, ein der Inschrifttafel zufolge 1629 errichtetes Fachwerkhaus, mit einer Jakobsmuschel versehen, die auf eine ehemalige Pilgerherberge hinweisen könnte (Rosendalweg 50, 40882 Ratingen);
  • der Alte Bahnhof Frechen, ein 1911-12 errichtetes Bahnhofsgebäude, dessen neue Besitzer es nach 15-jährigem Leerstand zur Gaststätte umgebaut haben (Kölner Str. 39, 50226 Frechen);
  • die zu Wohnzwecken umgenutzte ehemalige Zangenfabrik Hallenscheid auf der Stadtgrenze zwischen Remscheid und Wuppertal (Langenhaus 46b, 42369 Wuppertal);
  • die 1902/03 errichtete Vorwerk-Villa Boltenberg in Wuppertal, die als Tagungs- und Gästehaus der Firma Vorwerk & Co. KG und zur privaten Nutzung der Eigentümerfamilie umgebaut wurde (Zur Waldesruh 45, 42329 Wuppertal).
Der Rheinisch-Westfälische Staatspreis für Denkmalpflege wird ungeteilt an einen der Bewerberinnen und Bewerber verliehen. Prämiert wird die vorbildliche Sanierung eines Denkmals durch Privatleute.

Hinweis für die Redaktionen:
Nachdem die ursprünglich für den vergangenen November vorgesehene Preisverleihung wegen der Haushaltssperre des Landes nicht stattfinden konnte, wird der Preis nun am Sonntag, dem 22. Februar 2015, 14 Uhr, im Kaisersaal der Abtei Brauweiler des Landschaftsverbandes Rheinland verliehen. Vorab wird es ein Pressegespräch geben, zu dem wir Sie gesondert einladen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Findungsphase des diesjährigen Preisträgers weiterhin verfolgen und darüber berichten. Die Kontaktdaten der Bewerberinnen und Bewerber teilen wir Ihnen auf Anfrage gerne mit. Auskunft gibt Ihnen Sabine Cornelius, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Tel 02234 9854 -549. Da die endgültige Auswahl des Preisträgers durch die Jury voraussichtlich in Kürze erfolgen wird, ist eine zeitnahe Berichterstattung über den aktuellen Zwischenstand sinnvoll.

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Prismen, Quader, Kegel, Kuben: LVR-Denkmalpfleger stellen mit neuem Buch "Moderne Kirchen im Rheinland" vor

Pressemitteilung vom 24. Oktober 2014

Rheinland. – Prismen, Quader, Kegel, Kuben: es gibt wohl keine geometrische Form, die sich nicht an den rund 1200 Kirchen finden ließe, die seit den 1950er Jahren im Rheinland gebaut wurden. 42 dieser teils spektakulären architektonischen Gebilde stellen Dr. Godehard Hoffmann, Denkmalpfleger beim Landschaftsverband Rheinland (LVR), und Fotograf Jürgen Gregori in einem neuen Buch des LVR-Amts für Denkmalpflege vor. "Moderne Kirchen im Rheinland" heißt das 214 Seiten starke Opus, das Landeskonservatorin und Herausgeberin Dr. Andrea Pufke mit seiner Fülle an Farbfotos als "Augenschmaus" bezeichnet.

"Mit dem Buch und seinen wunderbaren Bildern wollen wir Lust machen, sich die modernen Kirchen genauer anzuschauen", so Pufke. Erst dann erkenne man ihre Qualität. "Man muss sich auf die Architektur einlassen", so auch Pfarrer Hauke Faust, der seine Versöhnungskirche in Duisburg-Großenbaum auf den ersten Blick enttäuschend langweilig fand. Dann aber habe er die großartige Leistung des Architekten Dieter Oesterlen begriffen, der einen Kubus aus Sichtbeton über einem in Rottönen lodernden Glasband optisch schweben ließ. Heute begeistert sich Faust nicht nur für die 1965 eingeweihte Versöhnungskirche, die im vorliegenden Buch gewürdigt wird, sondern für den modernen Kirchenbau generell.

Nach dem Krieg gab es im Rheinland einen großen Bedarf an neuen Kirchen; ein riesiges Betätigungsfeld für ambitionierte Architekten. Dominikus Böhm, Rudolf Schwarz und andere renommierte und weniger bekannte Baumeister schufen eine Vielzahl avantgardistischer Gotteshäuser. Gemeinsam gelang es ihnen, den Bautypus Kirche für eine neue Epoche zu definieren.

Das hohe architektonische Niveau trug dazu bei, dass im Rheinland in wenigen Jahrzehnten der weltweit dichteste Bestand an modernen Kirchen errichtet wurde. Qualität und Anzahl sind nach Einschätzung Godehard Hoffmanns insbesondere im Erzbistum Köln beispiellos. "Doch auch in den anderen Bistümern sowie in den evangelischen Landeskirchen wurde Herausragendes geleistet, für das sich in Deutschland schwerlich Vergleichbares finden lässt."

Für die modernen Kirchen beginnt gegenwärtig eine neue Phase. Bis vor kurzem noch in lebendigem Gebrauch, sind viele von ihnen inzwischen überflüssig, werden profaniert oder sogar abgebrochen - sie suchen nun nach ihrem Platz in der Geschichte und im kulturellen Gedächtnis.

Das Buch von Godehard Hoffmann und Jürgen Gregori hilft durch die Auswahl der Beispiele, die Texte und Fotografien, den Blick für die Qualitäten moderner Kirchenbauten zu schärfen. Ein guter Teil von ihnen wird, als Denkmäler geschützt, auch späteren Generationen als Geschichtszeugnis erhalten bleiben.

Landschaftsverband Rheinland /
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland,
Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege, Band 81,
Godehard Hoffmann, Jürgen Gregori:
Moderne Kirchen im Rheinland
214 Seiten mit 285 Abb., 21 x 30 cm, geb.
ISBN: 978-3-88462-346-6
46 €

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"Wir müssen lernen, ein Denkmal zu verstehen." LVR präsentiert Ratgeber für die energetische Optimierung von Baudenkmälern

Pressemitteilung vom 17. Oktober 2014

Unter dem Titel "Energetische Optimierung von Baudenkmälern" erklärt ein neuer Ratgeber des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland den angemessenen Umgang mit einem Baudenkmal, dessen Energiebilanz verbessert werden soll. Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, Herausgeberin des Ratgebers, bringt es auf den Nenner: "Wir müssen zunächst lernen, das Denkmal zu verstehen." Patentlösungen gebe es nicht. "Jedes Denkmal muss, wie eine Patientin oder ein Patient, individuell und ganzheitlich behandelt werden."

"Denkmäler sind aufgrund ihrer hohen Lebensdauer von sich aus nachhaltig", unterstreicht Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt. Die Belange der Denkmalpflege seien deshalb nicht nur im Sinne der Baukultur ernst zu nehmen, sondern auch im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Beidem fühle sich der Landschaftsverband verpflichtet.

Bei seinen eigenen denkmalgeschützten Immobilien wie dem Landeshaus am Rheinufer in Köln-Deutz bemüht sich der LVR um einen vorbildlichen Umgang. Die Originalsubstanz des Gebäudes wurde bei der Sanierung so weit wie möglich geschont. So blieb die markante Vorhangfassade unangetastet. Auch auf den Einbau einer Klimaanlage wurde verzichtet. Stattdessen läuft im Sommer Kaltwasser zur Kühlung durch die Heizungsanlage.

"Was lässt mein Gebäude zu? Was ist für mein Gebäude gut?" solle man sich grundsätzlich vor der Sanierung eines Denkmals fragen, so Heinrich Walgern, LVR-Denkmalpfleger und Autor des Ratgebers.

Der Ratgeber ist kostenlos beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland erhältlich.

Außerdem steht er zum kostenlosen Download im Internet zur Verfügung.

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Preisverleihung verschoben: Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege wird im Frühjahr verliehen

Pressemitteilung vom 30. September 2014

Rheinland. - Die Verleihung des Rheinisch-Westfälischen Staatspreises für Denkmalpflege 2014 wird auf das Frühjahr 2015 verschoben. Nachdem der Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen eine Haushaltssperre verhängt hat, sind alle Preisverleihungen und Ehrungen im laufenden Jahr auf den Prüfstand gestellt worden. Die Verleihung des mit 7.000 Euro dotierten Staatspreises kann demnach erst nach Auflösung der Haushaltssperre erfolgen.

Welche der 35 Bewerberinnen und Bewerber um den renommierten Denkmalpreis in der engeren Wahl stehen, wird das LVR-Amt für Denkmalpflege Anfang des Jahres 2015 mitteilen. Prämiert wird die beste Sanierung eines Denkmals durch private Denkmaleigentümer.

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Kaum zu glauben: Im Rheinland stehen die meisten Nachkriegskirchen der Welt: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland erfasst 1200 Kirchen

Pressemitteilung vom 12. September 2014

Rheinland. - Es ist kaum zu glauben: Nirgendwo auf der Welt wurden nach 1945 so viele Kirchen errichtet wie in Nordrhein–Westfalen. Angesichts der aktuellen Diskussion um Leerstand, Umnutzung und sogar Abbruch von Gotteshäusern erfassen die Denkmalämter der beiden Landschaftsverbände seit 2009 systematisch und flächendeckend den Kirchenbestand der Nachkriegszeit.

Nun hat das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland den Bistümern Essen und Münster das Material über die Kirchen in ihren Gebieten überreicht. Im rheinischen Teil des Bistums Essen wurden 60 Kirchen mitsamt ihrer Ausstattung erfasst, im Bistum Münster etwa 30. Auch der Evangelischen Landeskirche im Rheinland haben die Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) die Arbeitsergebnisse zu den etwa 340 erfassten evangelischen Kirchen überreicht. Bereits 2011 waren dem Bistum Aachen die Unterlagen über 150 Kirchenbauten überlassen worden.

Mit der jüngsten Übergabe des Arbeitsmaterials an die Bistümer Essen und Münster ist ein weiterer Abschnitt des bundesweit einzigartigen Projektes abgeschlossen. "Durch die Übergabe des Materials wird unsere Arbeit für die Kirchen transparent. Es ist gleichzeitig die Grundlage für Gespräche über die denkmalfachliche Bewertung der Nachkriegskirchen", so Dr. Oliver Meys, der das Projekt zur Inventarisierung der Kirchen im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland betreut.

Im Rahmen des Projekts wurden bis heute etwa 390 katholische und 340 evangelische Kirchenbauten im Rheinland erfasst. Noch nicht bearbeitet sind rund 150 Kirchen im Erzbistum Köln, die meisten davon stehen in Bonn, Düsseldorf und Köln. Bereits vor dem Projektstart waren etwa 300 Nachkriegskirchen durch das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland bearbeitet worden, zum überwiegenden Teil im Zusammenhang mit individuellen Denkmalwert-Anfragen. Insgesamt stehen im Rheinland rund 1200 Kirchen, die nach 1945 errichtet wurden und von der Denkmalpflege zu erfassen sind, so Oliver Meys.

Finanziert wird das Pilotprojekt von der Obersten Denkmalbehörde, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW. Das Erfassungsmaterial dient dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland bei der Bewertung des Nachkriegskirchenbaus. Ziel ist es, ein Verzeichnis der denkmalwerten Kirchen zu erstellen. Dieses Verzeichnis wird voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres fertig sein.

"Durch das Projekt gewinnen wir erstmals einen Überblick über die Nachkriegskirchen im Rheinland – ein architekturhistorisches Erbe von epochaler Bedeutung, das eindringlich von unserer Kultur und Geschichte der Nachkriegszeit zeugt", so Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite zum modernen Kirchenbau.

Pressekontakt: Tel 02234 9854 - 549 (Sabine Cornelius)

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Zehn Jahre Tag des offenen Denkmals in der Abtei Brauweiler: Buntes Programm zum Thema "Farbe"!

Pressemitteilung vom 10. September 2014

Pulheim. - Am Sonntag, dem 14. September 2014, 11 – 17 Uhr, laden Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland die Öffentlichkeit zum Tag des offenen Denkmals in die Abtei Brauweiler ein. Diesmal ist es ein Jubiläum: 2004 hatte das für das gesamte Rheinland zuständige Fachamt für Denkmalpflege erstmalig gemeinsam mit dem örtlichen Geschichtsverein ein ebenso informatives wie unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt. Die Menschen schoben sich durch die Gänge der Abtei, so groß war der Andrang im ersten Jahr.

Ein lebhaftes Interesse, nicht nur die Abtei Brauweiler, sondern auch die Arbeit in der Denkmalpflege kennenzulernen, besteht bis heute. Vor allem die Führungen durch die Restaurierungswerkstätten sind begehrt. Auch dieses Mal erläutern Restauratorinnen und Restauratoren Untersuchungsmethoden und ihren Umgang mit schadhaften Exponaten. Zu sehen sind unter anderem ein von seiner laienhaften, äußerst farbenfrohen Übermalung befreiter Altar, ein vom Zahn der Zeit und unsachgemäßer Anbringung geschädigter Kruzifix und eine Gruppe lebensgroßer Apostelfiguren, die, frisch gereinigt, der Rückführung in ihre Kirche entgegensehen.

Eine Fotoausstellung zum Thema "Farbe", dem diesjährigen Motto der bundesweiten Veranstaltung, der Vortrag einer Restauratorin zum Material Farbe, Führungen durch die Gedenkstätte Brauweiler, ein Infostand über das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege, eine Amtsführung durch die Landeskonservatorin, Marktstände mit regionalen Produkten, ein Konzert mit dem Forellenquintett von Franz Schubert, Grillwürstchen, das Abteicafé mit selbstgebackenem Kuchen und Angebote für Kinder runden das kostenlose Programm ab.

Einzelheiten und Uhrzeiten entnehmen Sie bitte dem Flyer auf unserer Internetseite "Tag des offenen Denkmals".

Pressekontakt: Tel 02234 9854 - 549

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Köln - Siegburg - Pulheim: Mittelalterliche Apostelfiguren zur Untersuchung in Brauweiler

Pressemitteilung vom 13. Februar 2014

Pulheim. Wollen Sie einem der zwölf Apostel einmal tief in die Augen schauen? Oder der Muttergottes von Angesicht zu Angesicht begegnen? In den Restaurierungswerkstätten des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland haben Pressevertreter auf Anfrage dazu Gelegenheit. Dort wird für den bedeutenden Apostelzyklus aus St. Servatius in Siegburg ein Restaurierungskonzept erarbeitet. Darunter sind sechs spätmittelalterliche Figuren des renommierten Kölner Bildhauermeisters Tilman Heysacker, die zu diesem Zweck ihre gewohnten Standorte in schwindelnder Höhe verlassen haben.

Pressekontakt: Tel 02234 9854 - 549

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Denkmaleigentümer aufgepasst!

Land NRW stiftet Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege 2014 / 7000,- Euro Preisgeld

Presseinformation vom 30. Januar 2014

Rheinland. Zahlreiche historische Bauwerke im Rheinland verdanken ihr Überleben dem Einsatz privater Denkmalfreunde. Um dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern und öffentlich zu würdigen, stiftet das Land NRW den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege. Er wird im Rheinland alle zwei Jahre verliehen und ist mit 7 000,- Euro dotiert. Die Auslobung richtet sich an Privatleute, die ein gefährdetes Denkmal vorbildlich instand gesetzt haben. Dabei müssen die Maßnahmen mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland abgestimmt sein und eine denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde (UDB) vorliegen. Diese Maßnahmen sollten weitgehend vollendet oder in den vergangenen zwei Jahren abgeschlossen worden sein. Eine Jury aus namhaften Fachwissenschaftlern und Praktikern der Denkmalpflege wählt den Preisträger bzw. die Preisträgerin aus.

Das Spektrum der Denkmäler ist breit gefächert. Es umfasst unter anderem private Wohnhäuser, Kirchen, Gutshöfe, Gaststätten, Fabrikationsstätten, Grünanlagen, technische Bauten, soziale Einrichtungen und archäologische Zeugnisse der Vergangenheit. Auch die hervorragende Instandsetzung eines beweglichen Denkmals kann prämiert werden.
Die Bewerbung erfolgt über ein Bewerbungsformular, das beim Bauministerium NRW erhältlich ist. Das Formular wird zusammen mit Fotos zur Geschichte und Sanierung des Denkmals in Papierform und digital eingereicht.

Die Bewerbungsunterlagen gehen an das

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
Stichwort "Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege"
Abtei Brauweiler
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim.

Wichtige Anmerkung: Wer den Preis erhält, erklärt sich damit einverstanden, das prämierte Objekt für Presse und Fotografen zu öffnen.

Einsendeschluss: 5. März 2014

Rückfragen beantwortet:

Sabine Cornelius vom LVR-Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland
Tel 02234 9854 - 549
Mail sabine.cornelius@lvr.de

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Vom Baum zum Bildwerk - Schnitzkunst um 1500

Über den Nutzen restauratorischer Untersuchungsmethoden zum Verständnis eines Kunstwerks

Presseinformation vom 22. Januar 2014

Pulheim. Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick". Das Fachgebiet der Restaurierung von Kunstwerken umfasst auch die Erforschung von Herstellungstechniken, in Fachkreisen Kunsttechnologie genannt. Hierzu zählt unter anderem die Interpretation von Werkzeugspuren. Wurden Holzskulpturen liegend oder stehend geschnitzt? Wie wurden die Bildwerke auf dem Werktisch befestigt? Welches Holz wurde verwendet und wo kam es her? Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in die Bildhauertechnik des Spätmittelalters am Niederrhein und in die zur Interpretation notwendigen Untersuchungsmethoden.

Referent: Dipl.-Rest. Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstatt für organische Materialien, LVR-ADR

Termin: 30. Januar 2014, 18 Uhr
Äbtesaal der Abtei Brauweiler
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim

Anmeldung nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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Die Siedlung Margarethenhöhe in Essen

Zwischen Gartenstadtidee, Werkswohnungsbau der Firma Krupp und Stadtbaukunstbewegung

Presseinformation vom 20. November 2013

Pulheim. Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick". Zu den bekanntesten Wohn- und Siedlungsanlagen in Deutschland zählt die 1909 von Georg Metzendorf entworfene Margarethenhöhe in Essen. Sie ist nicht nur städtebaulich und architektonisch reizvoll, sondern auch historisch bedeutend. In der Gestalt der Siedlungsanlage vereinen sich wichtige Tendenzen jener Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, die mit ihren Reformbestrebungen in Gesellschaft, Architektur und Städtebau die Moderne einleiteten.

Referent: Prof. Dr. Walter Buschmann, Referatsleiter Technik- und Industriedenkmale

Termin: Donnerstag, 28. November 2013, 18 Uhr
Äbtesaal der Abtei Brauweiler
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim

Anmeldung nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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Denkmalpflege auf der Kippe?

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und FH Köln tagen über "Perspektiven der Denkmalförderung"

Presseinformation vom 11. November 2013

Köln. Steht die Denkmalpflege in Nordrhein-Westfalen auf der Kippe? Der zukünftige Wegfall eines Großteils der Fördermittel des Landes lässt diese Befürchtung zu. Ein Sturm öffentlichen Protestes war und ist die Folge.

Darlehensförderung heißt das Mittel der Zukunft. Geliehenes Geld ersetzt geschenktes Geld. Dabei ist Denkmalpflege kein Privatvergnügen. Denkmaleigentümer sind dazu verpflichtet, ihr Denkmal im öffentlichen Interesse instand zu halten.

Das 17. Kölner Gespräch zu Architektur und Denkmalpflege - eine Fachtagung des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) und der Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln - widmet sich dem Thema "Perspektiven der Denkmalförderung". Was sind uns unsere Denkmäler wert? Wie können Denkmaleigentümer künftig zur Sanierung ihres Denkmals motiviert werden? Was ist steuerlich absetzbar und wer profitiert davon? Gibt es Denkmalpflege zum Billigpreis?

Fachleute, Denkmalbesitzer sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren die Zukunft der Denkmalpflege im Rheinland und in Nordrhein-Westfalen. Sie haben Gelegenheit zum Gespräch mit Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, Dr. Ludger Sutthoff, beide LVR-ADR, Prof. Dr. Norbert Schöndeling, Fachhochschule Köln und Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW.

Termin: Montag, 18. November 2013, ab 9:30 Uhr
Ingenieurwissenschaftliches Zentrum der Fachhochschule Köln

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